Pressemeldung    3. Juni, 2010


Der ältere Patient in der orthopädischen Rehabilitation – Gegenwart und Zukunft

Fragestellung: Wo liegen die besonderen Herausforderungen der „geriatrisch-orthopädischen Rehabilitation“?


Zum einen steigt durch die bessere Versorgung und die damit höhere Lebenserwartung auch die Erwartung der Patienten an die Lebensqualität, zum anderen stehen den Forever young-Tendenzen immer noch Defizite im kognitiven, körperlichen und sozialen Bereich entgegen.

In der SKA für Rehabilitation wurden stufenweise folgende Maßnahmen implementiert, um die Rehabilitation an die individuellen Fähigkeiten anzupassen:

  • Erarbeitung von individuellen Rehabzielen gemeinsam mit dem Patienten
  • Festlegung von internistischen und orthopädischen Belastungsstufen
  • Identifizierung sturzgefährdeter Patienten und Verordnung von Sturzprophylaxe
  • Kritische Überprüfung der Medikamente der Patienten auf Neben- und Wechselwirkungen und gegebenenfalls Medikamentenumstellung
  • Aktivierende Pflegemaßnahmen
  • Schulung der Ärzte und des Pflegepersonals in Wundmanagement und Kinästhetik
  • Bildung von Spezialteams, um Patientengruppen mit besonderen Herausforderung gerecht zu werden (z. B. Team für amputierte Patienten)
  • Psychologische Einzel- und Gruppenbetreuung
  • Verbesserung der Schnittstellenproblematik

Die Umsetzung erfolgt in multidisziplinärer Teamarbeit. Obwohl die intensive Beschäftigung mit dem älteren Patienten eine große Herausforderung darstellt, zeigt sich durch die Strukturierung und Teambildung eine deutlich bessere Motivation der Mitarbeiter. Wir haben gelernt, den Menschen weit über sein körperliches Problem hinaus zu betrachten.

Dr. Karin Aul, FA f. Orthopädie


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Die SKA Rehabilitation ist eine der führenden medizinischen Einrichtungen bei der Behandlung und Betreuung von Patienten und wurde von der Joint Commission International (JCI) als erstes Rehabzentrum in Europa akkreditiert.

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