Zertifikatsübergabe für die Abteilung Endoprothetik im SKA für Orthopädie

Endoprothetik Zentrum Villach

Die Endo-Prothetik-Zertifizierung der SKA Orthopädie Warmbad-Villach erfolgte durch EndoCert, dem ersten Zertifizierungssystem für den Hüft- und Kniegelenksersatz in einem mehrtägigen Zertifizierungsprozess. Ziel der Zertifizierung der SKA Orthopädie ist, die gewohnt höchste Versorgungsqualität und Patientensicherheit bei der Implantation eines künstlichen Gelenksersatzes sicher zu stellen.

Die Zertifizierung als Endoprothetik Zentrum stellt einen Meilenstein in der Qualitätssicherung, der Optimierung der Prozesse und der Patientensicherheit dar.

„Mit unserer zukunftsorientieren Strukturierung der Kooperation KABEG und SKA Warmbad-Villach gelingt es uns, unseren Patienten noch mehr Sicherheit und Behandlungskomfort zu bieten. Transparente Schnittstellen sind der Kern dieser Qualitätsmaßnahme als größtes endoprothetisches Zentrum in Kärnten. Gemeinsam mit der KABEG ist es uns wichtig, weitere strukturelle Maßnahmen zu setzen, die die Patientensicherheit in den Mittelpunkt stellen. Die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen LKH-Villach und SKA für Orthopädie Warmbad-Villach sieht damit in eine erfolgreiche Zukunft.“ 

Prim. Priv. Doz. Dr. Bernd Preininger, ärztlicher Leiter der SKA Orthopädie Warmbad-Villach

Als öffentlich-rechtliches Krankenhaus ist die SKA eine Spezialabteilung zur Behandlung von Störungen des Bewegungs- und Stützapparates. Während die operative Station der SKA Orthopädie im Landeskrankenhaus (LKH) Villach besteht, befindet sich die konservative Station der SKA in Warmbad-Villach. Auch für die medizinische Direktorin des LKH Villach, Frau Dr. Elke Schindler, ist die Zertifizierung durch EndoCert ein großer Erfolg. „Die erfolgreiche Zertifizierung ist für mich eine weitere Bestätigung höchster Versorgungsqualität in unserem Haus gemeinsam mit der SKA für Orthopädie.“

Die Zertifizierung von Endoprothetikzentren zielt darauf ab, die Versorgungsqualität in der Endoprothetik zu erhalten und zu verbessern und die Patientensicherheit bei der Implantation eines künstlichen Gelenks zu erhöhen. Ein Endoprothetikzentrum muss daher für die Zertifizierung zunächst ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung im Bereich der Endoprothetik nachweisen und sich anschließend regelmäßigen Bewertungen und Überprüfungen der strukturellen Versorgungsqualität und Behandlungsergebnisse endoprothetischer Eingriffe durch externe Fachleute unterziehen. „Es ist jetzt natürlich nicht der Zeitpunkt um sich auszuruhen, denn die Re-Zertifizierung erfolgt bereits nächstes Jahr nach strengen, der primären Überprüfung angepassten Kriterien.“ weiß Oberarzt Dr. Philipp Kolloros, Koordinator des Endo-Prothetik Zentrums Villach. 

Bei einem zertifizierten Endo-Prothetik Zentrum handelt es sich um eine medizinische Einrichtung, die im Rahmen eines von der sogenannten EndoCert-Initiative definierten Zertifizierungsprozesses ein Zertifikat als spezialisiertes Zentrum für die Durchführung von endoprothetischen Eingriffen, sprich Operationen zur Implantation von künstlichen Gelenken, bekommen hat.


ADIPOSITAS

Adipositaszentrum Villach – Chirurgische Hilfe bei krankhaftem Übergewicht

Adipositas (Fettleibigkeit) ist eine chronische, aber behandelbare Erkrankung und zählt weltweit zu den größten Gesundheitsproblemen. Sie ist durch ein deutliches Übermaß an Körperfett gekennzeichnet und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eigenständige Krankheit anerkannt.

Zu den Ursachen gehören Lebensstilfaktoren, hormonelle Veränderungen, genetische Voraussetzungen und Umweltbedingungen.

In Anlehnung an die Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Adipositas- und metabolische Chirurgieraten wir bei krankhafter Adipositas häufig zu einem chirurgischen Eingriff, wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen. Unser spezialisiertes Team der Abteilung für Chirurgie und Gefäßchirurgie am LKH Villach begleitet Sie dabei von der ersten Beratung bis zur langfristigen Nachsorge.

Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten

Omegaloop (Ein-Anastomosen-Magenbypass)

  • Vergleichbare Wirkung wie beim klassischen Magenbypass

  • Führt zu deutlichem Gewichtsverlust und Verbesserung von Stoffwechselstörungen

  • Technisch weniger risikoreich, kann bei Bedarf später in einen Y-en-Roux-Magenbypass überführt werden

  • Vorteil: geeignet auch als Übergangsverfahren bei Hochrisikopatient:innen

  • Nachteil: Risiko für galligen Reflux, lebenslange Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen notwendig

Magenbypass (Y-en-Roux-Magenbypass)

  • Bildung eines kleinen Magenpouches und Umgehung eines Teils des Dünndarms

  • Verringerte Nahrungsaufnahme und -aufnahme im Darm

  • Führt zu deutlichem und dauerhaftem Gewichtsverlust (bis zu 80 % des Übergewichts)

  • Positiver Einfluss auf Diabetes Typ II (in 80 % der Fälle Rückbildung)

  • Erfordert lebenslange Supplementierung und Nachsorge

SADI-S (Single Anastomosis Duodeno-Ilealer Bypass mit Sleeve)

  • Kombination aus Schlauchmagen und Omega-Loop-Bypass

  • Erhalt des Magenpförtners

  • Verminderte Essensaufnahme und reduzierte Kalorienaufnahme

  • Vorteil: starke Wirkung auf Gewichtsverlust und Stoffwechsel, geeignet für Hochrisikopatient:innen

  • Nachteil: technisch aufwendiger, regelmäßige Magenspiegelungen empfohlen

Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie)

  • Entfernung von ca. zwei Dritteln des Magens

  • Deutlich geringere Nahrungsaufnahme möglich

  • Produktion des Hungerhormons Ghrelin sinkt → weniger Heißhunger

  • Vorteil: natürliche Anatomie bleibt weitgehend erhalten

  • Nachteil: Risiko der erneuten Ausdehnung des Magens, mögliche Verstärkung von Reflux

Vorbereitung auf die Operation

Vor einem Eingriff sind folgende Voraussetzungen notwendig:

  • Nachweis einer erfolglosen, ärztlich begleiteten Gewichtsreduktion

  • Internistische Operationsfreigabe

  • Diätologische Vorbereitung und Beratung

  • Psychologisches Gutachten und chefärztliche Bewilligung

  • Notwendige Untersuchungen: Labor, Ultraschall, Röntgen, Gastroskopie mit Helicobacter-Test

Eine Operation wird in der Regel empfohlen bei:

  • BMI ab 40 (Adipositas Grad III)

  • BMI ab 35, wenn zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck vorliegen

Nach der Operation

  • Lebenslange Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ist notwendig, um Mangelerscheinungen vorzubeugen

  • Regelmäßige Kontrollen durch unser Adipositas-Team (nach 3, 6, 9, 12, 18 und 24 Monaten, danach jährlich)

  • Schulung durch unsere Diätolog:innen zur Ernährung nach der OP

  • Individuelle Anpassung der Nachsorge

Empfehlungen nach Adipositas-Operationen

  • Regelmäßige Kontrollen inkl. Laborwerte lebenslang

  • Tägliche Vitaminpräparate und Vitamin-B12-Substitution

  • Zuckerhaltige Nahrung meiden, Traubenzucker für Unterzuckerung bereithalten

  • Keine Schwangerschaft in den ersten 24 Monaten nach der OP

  • Rauchstopp dringend empfohlen

Ganzheitliche Unterstützung im Warmbaderhof

Für nachhaltigen Erfolg über die chirurgische Therapie hinaus empfehlen wir ergänzend das Programm „Vibe Light Life“ im Warmbaderhof Warmbad-Villach.

Dieses maßgeschneiderte Gesundheits- und Abnehmangebot kombiniert Ernährungsberatung, Bewegungsprogramme und mentale Balance in einem exklusiven Hotelambiente. Ideal, um Gewicht langfristig zu reduzieren, den Stoffwechsel zu verbessern und Gelenke zu entlasten.

Mehr erfahren: Vibe Light Life im Warmbaderhof

Weitere Informationen

Broschüre

Ernährungsinformations Video

Für umfassende Hilfe und individuelle Beratung kontaktieren Sie bitte die Adipositas-Ambulanz im Landeskrankenhaus (LKH) Villach.

Ambulanzzeiten, Telefonnummern, Hotline: Adipositas- und Reflux-Spezialambulanz der Chirurgie im LKH-Villach:

  • Nur nach Terminvereinbarung: Dienstag 8:00-14:00 und Freitag 9:00-12:00 Uhr
  • Terminvereinbarung: Pflegeleitung DGKP Verena Lindner-Hainschitz: +43 4242 208 64801
  • Diätberatung: DiätologInnen des LKH Villach: +43 4242 208 63708
  • Hotline: Sekretariat der Ambulanzleitstelle: +43 4242 208 62802
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